Der tragische König der Operette
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 Paul Abraham Archiv: Die Operetten
Wie Lilli Palmer 1933 beinahe als Lily Palmer in der Premiere von Viktoria et son hussard im Moulin Rouge spielte Beinahe hätte der spätere Weltstar Lilli Palmer die internationale Karriere mit einem Auftritt als O Lia- San in der französischen Uraufführung von „Viktoria und ihr Husar“ im Pariser Moulin Rouge begonnen. Zeugnis davon bietet der Klavierauszug zur französischen Aufführung, der auch die vorge- sehene Premierenbesetzung enthält: Paris war die erste Station des Exils, in das Lilli Palmer mit der Machtergreifung der National- sozialisten gezwungen wurde. Zusammen mit ihrer Schwester Irene war die 19jährige auf der Suche nach einem festen Engagement - die Voraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich. Sie wurde tatsächlich für „Viktoria und ihr Husar“ engagiert - erstens weil sie fälschlicherweise be- hauptet hatte, die Operette gut zu kennen und zweitens, weil sie Tanzkünste vorgegaukelt hatte, die sie gar nicht beherrschte. Da half auch ein Tanz-Schnellkurs nichts mehr - bei der General- probe stolperte Lilli und brach sich den Knöchel. Das Engagement wurde gelöst, die Aufenthalts- erlaubnis war weg - und Lilli tingelte ohne Papiere mit ihrer Schwester als „Le Soeurs Viennois“ durch die Pariser Nachtclubs. (Abbildung zur Vergrößerung bitte anklicken.)
Deutschlandhalle Berlin, 1960: Die Blume von Hawaii im Todesjahr des Komponisten in Promi-Besetzung 1960 wurde als Auftakt der Berliner Festwochen vom 17.September. bis 2.Oktober. eine große Aufführung der Operette „Die Blume von Hawaii“ inszeniert. In einer Bearbeitung durch Wolf Völker und Hans Carste kam das Stück mit zahlreichen Prominenten auf die Bühne, darunter Unterhaltungskünstler, die man heute noch kennt und „live“ bewundern kann: Etwa Roberto Blanco und Topsy Küppers. Auch der beliebte Operettenbuffo Harry Friedauer war dabei.
Albumblatt der Erstaufführung von Die Blume von Hawaii in Leipzig Unterschriften von Paul und Charlotte (Lori) Abraham, Sergej Abranovic, Alfred Jerger, Harald Paulsen, Rosy Barsony, Louis und Stefanie Treumann, Hilde Radnay-Fuss, Curt Fuss, Fritz Steiner. (Wurde bei der 36. Autographen-Auktion bei Schmolt in Krefeld angeboten aber nicht ersteigert.)
Programmzettel „Märchen im Grand-Hotel“ 1934 in Wien Die erste Operette, die nach Paul Abrahams Flucht aus Deutschland aufgeführt wurde, war in Wien „Märchen im Grand-Hotel“ (Offizielle Urauffüh-rung 29.3.1934). Hier ist der Programmzettel der Aufführung vom 12.5.1934. Auch an diesem Abend stand Paul Abraham als Dirigent am Pult. Als „Or-chester“ ist allein das „Bohème-Quartett“ aufge-führt. Paul Abraham legte seine Partituren so an, dass sie in allen möglichen Besetzungsstärken gespielt werden konnten. Aktuelle Umbesetzungen unter den Schauspielern sind mit Schreibmaschine hinzugefügt. (Für Details bitte Abbildung durch Mausklick vergrößern.)
Viktoria und ihr Husar Erstaufführung in Wien - Programmzettel Programmzettel von der österreichischen Erstaufführung von Viktoria und ihr Husar im Theater an der Wien. Dort heißt es: Dienstag 23. Dezember 1930 - Österreichische Uraufführung: - Unter persönlicher Leitung des Komponisten - Viktoria und ihr Husar - Operette in drei Akten und einem Vorspiel aus dem Ungarischen des Emerich Földes - von Alfred Grünwald und Dr. Fritz Löhner - Musik von Paul Abraham - Künstlerische Gesamtleitung: Hubert Marischka - In Szene gesetzt von Miksa Preger - Abendregie: Kurt Preger - Musikalische Einstudierung Anton Paulik. Als Besetzung werden unter anderen aufgeführt: John Cunlight: Louis Treumann - Viktoria: Rita Georg - Graf Ferry: Oscar Dénes - O Lia San: Lizzi Waldmüller - Riquette: Mimi Shorp - Stefan Koltay: Otto Maran - Janczi: Fritz Steiner.
Köln: Programm Viktoria und ihr Husar in der Spielzeit 1946/47 Dies dürfte eine der allerersten Aufführungen von Viktoria und ihr Husar nach dem Zweiten Weltkrieg und damit nach dem Verbot Abraham‘scher Werke in Deutschland gewesen sein. In der Spielzeit 1946/47 hatten die Städtischen Bühnen Köln „in neuer Inszenierung“ die Operette auf dem Programm. Musikalische Leitung und Bearbeitung: Carl Michalski. Um die Zeit dieser Aufführung war Paul Abraham im ersten Jahr seines zehnjährigen Aufenthaltes in der Psychiatrie in den USA.